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Hamburg 2004

Am 22. Juli um 5.00 Uhr morgens versammelte sich eine wohlgelaunte Schar von Sängerinnen und Sängern in Ottweiler. Seit Monaten fieberten wir diesem Tag entgegen, sollte uns doch unsere diesjährige Konzertreise nach Hamburg an die Waterkant führen. Ein gut klimatisierter Bus, ein zuverlässiger Fahrer und auf dem ganzen Weg kein Stau - so konnten wir uns entspannt zurücklehnen und schon mal träumen. Aber keine Angst, es wurde auch kräftig gesungen, geplaudert und Karten gespielt.

Nach elfstündiger Fahrt kamen wir zum Hotel, das ein absoluter Volltreffer war. 4 Sterne, schöne Zimmer, klasse Essen, toller Service ... Der erste Tag klang in der Hotelbar aus, und manch einer ging schon früh zu Bett.

Dann kam er - der erste Tag in Hamburg. Nach phantastischem Frühstücksbuffet durften wir eine mehrstündige geführte Stadtrundfahrt erleben, in der wir Dinge sahen, die nicht jeder Hamburgtourist sieht. Ein Dankeschön an unsere Fremdenführerin Frau Tauscheck, die uns von cco-tours organisiert worden war.

Dann kam er, der erste konzertante Höhepunkt der Reise. Nach einem Bummel durch den berühmten Garten "Planten un Blomen" gaben wir ein vielbeachtetes Open-Air Konzert im Musikpavillon des Gartens. Lieder aus aller Welt erklangen aus den Kehlen der wohldisponierten Sänger, und manch ein Zuhörer wünschte sich am Ende mehr. Doch angesichts der Hitze hatten die Sängerinnen und Sänger nun auch etwas Ruhe verdient. Die wurde dann auch nur noch vom (klasse) Abendessen unterbrochen und von einem gemütlichen Abend im Hotel, bei dem natürlich auch noch viel gesungen wurde. Nach einer Stippvisite bei Hagenbecks Tierpark - den Bären dort haben wir was vorgesungen - und natürlich den Parkbesuchern - kam dann am Samstag der Höhepunkt dieser Reise.

Mit den Verantwortlichen von Sankt Michaelis - dem Hamburger "Michel" - Wahrzeichen der Stadt - hatten wir schon vor Monaten ein Konzert vereinbart. Es sollte im unmittelbaren Anschluss an die vielbesuchte Orgelandacht am Mittag stattfinden.

Mitten in unser Einsingen platzte aber dann der Kantor von St. Michaelis, Manuel Gera, mit der Nachricht, dass am Vortag das professionelle Chorensemble "Enchiriadis" aus Dublin um die Möglichkeit gebeten hatte, auch singen zu dürfen. Nachdem Gera uns eine Weile zugehört hatte, geschah, was es eigentlich nicht gibt: WIR WURDEN BEFÖRDERT! Obwohl man Wert darauf legt, dass bei gemeindeeigenen Veranstaltungen, wie Gottesdiensten und eben auch der Orgelandacht nur eigene Chöre, Organisten und Solisten in Erscheinung treten, bat er uns, die Andacht zu übernehmen - eine Wahnsinnsauszeichnung für uns.

Unter Chorleiterin Martina Haupenthal

und an der Orgel begleitet von ihrem Mann, Dr. Gerhard Haupenthal

konzertierten wir also vor vielen Hunderten von Leuten während der Andacht - und auch die Worte von Pastor Adolphsen fügten sich hervorragend in unser Programm ein. Gelungene Darbietungen machten uns zu Recht stolz! Ein wenig Leid tat uns dann das irische Ensemble, weil nach dem Ende der Andacht doch viele Besucher den "Michel" verließen. Nach dieser außergewöhnlichen Erfahrung konnten wir in bester Stimmung und bei herrlichem Wetter die nachmittägliche Hafenrundfahrt in der Barkasse "Ruth" genießen.

Man sollte meinen, dass dies schon genügend schöne Erlebnisse für einen Tag gewesen seien, aber weit gefehlt! Ein konzertanter Abend mit dem gemischten Chor aus Havighorst-Boberg stand uns noch bevor.

Und was für ein schöner Abend wurde auch das. Die Chemie zwischen den Chorleiterinnen Christiane und Martina stimmte sofort; ebenso wie die zwischen den Vorsitzenden Inge und Peter und auch zwischen den einzelnen Sängerinnen und Sängern. Trotz des anstrengenden Tages endete der Abend für viele viel zu früh.

Ein letztes gemeinsames Frühstück im Hotel ließ den Hamburgaufenthalt schön ausklingen, und nach einer störungsfreien Rückfahrt landeten wir alle wohlbehalten und glücklich wieder in Ottweiler.

Ein großes Dankeschön an cco-tours, deren Organisation auch dieses Mal wieder vorbildlich war, aber auch an alle, die zum Gelingen der Fahrt das Ihre beigetragen haben.

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